Linie geben und Spielraum lassen | Scrum Master

Corinna Fröschke
13. März 2020
Führung, Motivation, Produktivität, Entwicklung
Vor mir sitzen 100% pure Begeisterung. Sie lacht, sie strahlt, versprüht immense Energie: Irina Baier ist 28 Jahre jung und scheint so unerschütterlich wie auf ein ganzes Leben mit einem Urvertrauen ausgestattet, an dem sie jeden teilhaben lässt. «Ich kann alles schaffen», sagt die Scrum Masterin, und bezieht ihre Überzeugung u.a. aus ihren Erfahrungen als Bodybuilderin.

Baloise | «Wir können besser werden»

Irina ist im Herbst 2019 bei uns angekommen und aufrichtig happy mit der Entscheidung für die Baloise. «Es klingt so banal, aber im Lift sagt man sich hier Guten Morgen. Das habe ich auch schon anders erlebt.» Irina erzählt, dass sie sich wohlfühlt, vom ersten Handshake im Bewerbungsgespräch Freundlichkeit spürte und sie betont: «Wer hier Zukunft mitgestalten will, der kann. Ideen werden gehört und gefördert. Ich kann mich einbringen.» Allerdings, Irina ist ehrlich und sie sieht auch, wo wir besser werden können. «Wir müssen uns häufiger trauen, Konflikte auszutragen. Wir scheuen sie noch oft. Aber ich bin überzeugt, aus Reibung entsteht etwas Gutes.»

eine junge Frau mit braunen langen Haaren auf einem roten Sessel

Vorbilder in der Führung sind wichtig

Irina ist dieser Typ, der unendlich viel Kraft zu besitzen scheint. Ihre positive Einstellung ist spürbar. Sie sieht die Chancen, nicht die Risiken, sie will verändern, etwas gemeinsam erarbeiten. Sie ist dieser Funke, der andere mitreisst. Diese Haltung steht ihr als Scrum Master unheimlich gut.

«Ich glaube, ich bin geprägt durch frühere Führungskräfte. Sie haben Rahmenbedingungen geschaffen in der Zusammenarbeit und uns dann machen lassen. Ihr Vertrauen war spürbar, ich habe sie als sehr reflektiert erlebt und als offen gegenüber einem Führungsfeedback, um das sie uns regelmässig gebeten haben. Sie sind meine Vorbilder.»

Irinas Reise durch die Berufswelt

Nach der Wirtschaftsmittelschule in Liestal startete sie als Trainee bei der Basler Kantonalbank/ Cler und wurde nach 18 Monaten in die Personalentwicklung übernommen. Etwas später ging’s ins BWL-Studium, spezialisiert für Human Resource Management, Führungspsychologie und Konfliktmanagement. «Menschen sind einfach spannend. Wie reagieren wir aufeinander? Was sind unsere Beweggründe? Das hat mich immer interessiert.»

Nach ihrem Bachelor unterstützte Irina die Global Business Partner, mit Schwerpunkt auf das IT-Traineeprogramm, bei Roche und wechselte ausserdem ins Change Management des Pharmakonzerns, mit je unterschiedlichen Vorgesetzten. «Was beide verband, war ihre klare Linie. Das hat mir imponiert», sagt Irina. «Sie waren sehr verlässlich und haben uns ebenso Spielraum gelassen. Genauso versuche ich heute meine Scrum Teams zu unterstützen.»

Menschen sind einfach spannend. Wie reagieren wir aufeinander? Was sind unsere Beweggründe? Das hat mich immer interessiert.

Irina Baier, Scrum Master Baloise

Bodybuilding | Innere und äussere Stärke

Wie schon beschrieben, Irinas Kraft reicht ohne Zweifel für unglaublich viele Dinge und so ist es nicht verwunderlich, dass sie auch privat ihre Ideen umsetzt. Sie führt einen Onlineshop für Nahrungsergänzungsmittel und ist Bodybuilderin. Man kann es sich nicht vorstellen bis man ihre Fotos sieht. Im Halbjahresrhythmus isst und lebt sie einerseits «normal», mit einem verträglichen Mass an Sport, im zweiten Semester hält sie eine strikte Diät und schraubt ihren Trainingsplan nach oben, dass es kracht.

Es ist diese unbändige Willenskraft, die Irina durch ihr Leben treibt und dabei wirkt sie nicht unsympathisch verbissen, sondern glücklich und gesund. «Dass es mir immer wieder gelingt, mich auf Wettkampfform zu bringen, verlangt viel Disziplin und zeigt mir, ich kann alles schaffen.»

eine junge Frau beim Hanteltraining

Eigener Wille für gesunde Eigenverantwortung

Zwischendurch arbeitete Irina in einer Consultingfirma für Agilitätsthemen, Selbstorganisation und Change. Das Arbeitstempo war enorm, sagt sie und wirkt dabei null diskreditierend, sondern einfach konstatierend. Das war eben so. War aber doch selbst für diese toughe, junge Frau zu viel Workload in zu kurzer Zeit. «Jedenfalls für mich nicht gesund», sagt Irina. «Ich habe auch privat so viele Pläne und Interessen - mit dem zeitintensiven Sport und dem Onlineshop noch nebenher. Ich möchte nicht mein ganzes Leben in Arbeit aufrauchen, und dieses gesündere Verhältnis zwischen Job und privat habe ich bei der Baloise gefunden. Hier werde ich aktiv darauf hingewiesen, auf eine gewisse Worklife Balance zu achten. Das passt gut zu mir. Denn grundsätzlich bin ich jemand, der viel wegarbeiten kann und vielleicht auch mal ausgebremst werden muss.» Sie lacht.

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