Team Reinigung | Flink, flexibel und fleissig

Corinna Fröschke
30. Juli 2020
Führung, Entwicklung, gute Seele, Kultur
Wir verschütten Kaffee im Fahrstuhl, hinterlassen Flecken in Büromöbeln, bröseln Krümel in den Teppich – und am nächsten Arbeitstag ist alles wie von Geisterhand verschwunden. Wer von uns macht sich Gedanken über die vielen fleissigen Hände, die hier im Einsatz sind? – Nur damit wir uns im Unternehmen wohl fühlen!

«Meine Aufgabe ist Qualitätskontrolle»

René Sutter ist 56 Jahre alt und Leiter unseres Reinigungsteams. Die Zusammenhänge in seinem Job sind komplex und keineswegs trivial. «Man muss Reinigungsabläufe zunächst einmal verstehen: Wer putzt wo und wann? In welchen Fällen holen wir mitunter externe Unterstützung hinzu? Funktionieren alle für die Reinigung notwendigen Maschinen/ Geräte? Haben wir genug Personal?»

Gerade in Corona-Zeiten steigen die Anforderungen an Renés Team. In einem denkbaren Verdachtsfalls müsste schnell reagiert werden. Intern angestellte Mitarbeitende würden aktiviert, um etwaige Bereiche zeitnah zu desinfizieren. Letztlich führt René ein gewachsenes und ausgeklügeltes System, um überall Sauberkeit zu gewährleisten.

 

Super Team | Immer gut drauf

Was wirklich auffällt, sind die Freundlichkeit und Lockerheit, mit der bei uns im Haus geputzt wird. Egal wen man vom Team Reinigung trifft, sie scheinen immer gut drauf zu sein, haben für jeden Mitarbeitenden ein Lächeln. «Ich glaube, dass sie alle von Hause aus Sonnenschein mitbringen, und dass wir zudem eine gute Atmosphäre im Team haben. Wir sprechen Themen offen an, haben auch für Privates ein offenes Ohr», sagt René.

Abläufe werden wöchentlich in einem Meeting besprochen, Gutes wie Schlechtes adressiert. «Ich versuche das Vertrauen, das mir mein Chef gibt, ins Team weiterzugeben. Wir sind in der Logistik sehr selbständig unterwegs, kommunizieren effizient. Das funktioniert gut.»

Porträt eines Mannes mit Glatze in einer Sofa-Büroecke

Werdegang | «Ich nutze jede Chance, mich weiterzubilden.»

Angefangen hat René als Lehrling bei der Post. Er trug Briefe aus, war im Lager tätig und erwarb über die Jahre den Führerschein für sämtliche Gabelstapler der Schweiz. «Ich war nie wirklich ein Büromensch, sondern mehr der Praktiker, und das bin ich geblieben.» Noch heute sucht er sich bewusst Tätigkeiten ausserhalb der Büroflächen, um nicht den ganzen Tag am Schreibtisch zu verbringen. «Ich war auch immer neugierig», erzählt René weiter, «und wollte stets dazulernen.» Im Ergebnis liess er sich z.B. zum Logistikfachmann weiterbilden, erweiterte sein Know-how in Sachen Personalführung und Teamarbeit. Eine Zeit lang führte René als Teamleiter achtzig Mitarbeitende im Briefzentrum.

Verantwortung übernehmen | Für sich selbst und andere

Nach 20 Jahren Post wechselte René zunächst ins Lager einer Kosmetikfirma und später ins Gebäudemanagement der Baloise. «Ich habe in meinen Jobs einige Umstrukturierungen miterlebt und versucht, so eigenverantwortlich wie proaktiv meinen Berufsweg zu gestalten. War irgendwo Schluss, wollte ich mich selbst um etwas Neues bemühen. Das ist mein Naturell und diese Eigenverantwortung, versuche ich auch meinen Mitarbeitenden vorzuleben.»

Seine natürliche Neugier half René dabei, sich beständig weiterzuentwickeln. So kam es, dass er 2018 mit Mitte 50 erneut den Job wechselte und in Basel Leiter unserer Reinigung wurde. «Ich wollt vor meiner Pension noch einmal etwas Anderes machen und dachte, wenn ich jetzt nicht die Chance ergreife, mach ich’s gar nicht mehr.»

Man muss sich Dinge bewusst machen, um Dankbarkeit zu empfinden.

«Ich arbeite hier gern.»

Inzwischen ist René seit elf Jahren bei uns und er hat nicht vor zu gehen. «Wenn ich mir bewusst mache, was mir die Baloise alles bietet, wär ich verrückt, zu wechseln. Wir arbeiten in einem Schlaraffenland – selbstbestimmt, eigenverantwortlich, in Flex Offices, mit flexiblen Arbeitszeiten. Gerade erst haben wir ein neues Personalrestaurant bekommen, das einer High-End-Hotel-Location ähnelt. Für all das kann man nur dankbar sein!

Am Ende aber», beendet René seine Gedanken, «ist es wie mit unseren putzenden Heinzelmännchen im Haus. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir sie haben und dass Flecken über Nacht verschwinden. Aber man muss es sich bewusst machen, um Dankbarkeit zu empfinden.»

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