Aus dem Journalismus ins HR | «Veränderung passiert selten ohne Grund.»

Corinna Fröschke
13. August 2020
Entwicklung, Motivation, Kultur
Amos Winteler (46) hat sich aus seinem ehemaligen Job heraus, als Leiter unserer Internen Kommunikation, weitergebildet. Vier Jahre ging es in einem Master of Advanced Studies um Leadership und Changemanagement. Seine Motivation? «Ich möchte lernen, mich weiterentwickeln und im Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben.»

Rechts & links den Horizont erweitern

«Veränderung passiert selten ohne Grund und Dringlichkeit», erzählt Amos, der mit Beginn 2020 ins Team unserer HR Businesspartner gestossen ist. «Grund und Dringlichkeit: im Zusammenspiel sind sie nicht selten der Motor in eine positive Richtung, der man viel zu selten Beachtung schenkt.»

Einen Grund, überhaupt Gedanken in seine Weiterentwicklung zu investieren, lieferten ihm berufliche Überschneidungen, die Amos als Leiter der Internen Kommunikation zum HR Bereich hatte. «Wir haben z.B. unsere Organisationsentwicklung kommunikativ begleitet und das fand ich spannend.»

Die Dringlichkeit, etwas Neues anzugehen, ergab sich dabei automatisch. Amos konnte und wollte nicht ein Berufsleben lang in ein und demselben Bereich verbringen. So wurde aus der Theorie gelebte Praxis. «Um meinen Horizont links und rechts zu erweitern, begann ich meine Weiterbildung.»

Veränderung passiert selten ohne Grund und Dringlichkeit.

Werdegang | Studium und Job parallel

Nach seiner Matur 1994 in Basel, übernahm Amos in einem Praktikum einen Sommerjob bei der Riehener Zeitung, später wurde er als freier Mitarbeiter übernommen und blieb ebenso parallel zu seinem Studium an der Uni Basel. Dort beschäftigte er sich mit Deutscher Philologie, Medien- und Religionswissenschaften. Einige Zeit danach stieg er beim Schweizer Lokalradio Edelweiss ein, wurde Newsredaktor und Sportreporter. Das Studium lief mit Unterbrechung weiter. Auch arbeitete Amos selbständig für kleinere Zeitungen.

«Uni und Arbeit parallel laufen zu lassen, hat sich finanziell und erfahrungstechnisch ausgezahlt. So wurde ich im Anschluss Chefredaktor im Radio und wechselte später in die Unternehmenskommunikation von World Vision. Ich habe sehr früh sehr viel Praxis gelernt.»

«Ich möchte mich bewegen.» | Von der Kommunikation ins HR

Nachdem Amos die Leitung der Unternehmenskommunikation bei World Vision übernommen und sich jahrelang mit Entwicklungsarbeit beschäftigt hatte, wurde deutlich, dass ihn ebenso andere Themen faszinierten. 2008 wechselte er in die Finanzbranche und damit in die Leitung der Baloise Kommunikation Schweiz. «Die Ansätze beider Jobs lagen gar nicht so weit voneinander entfernt. Es ging um Solidarität und kollektive Verantwortung, und doch waren Ausprägungen meiner Arbeit letztlich grundverschieden.»

Als die Baloise vor sechs Jahren begann, einen kulturellen Change einzuleiten, lag ein wesentlicher Teil von Amos’ Job in der kommunikativen Begleitung des sich verändernden Miteinanders. «Wie verankern wir Offenheit und Transparenz? Wie finden wir zu einer menschlich wertschätzenden Kultur? Die Verbindungen zum HR und damit zur Personal- / Organisationsentwicklung wurden enger und so wuchsen in mir Neugier und Interesse, mich selbst in diese Richtung weiterzuentwickeln.»

Porträt Mann mit schwarzem Bart, Brille und blauem Jacket

Der Erfolg einer Firma steht und fällt mit den Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden.

«Ich bin Fan von der Baloise»

«Dass mir die Baloise die Möglichkeit bietet, mich intern in einen vollkommen anderen Bereich zu entwickeln, ist ein Privileg. Ich bleibe in der Firma und fange trotzdem neu an. Das ist toll. Hier übernimmt das Unternehmen Verantwortung und schafft Strukturen, in denen sich Mitarbeitende, von ihren Fähigkeiten her, breiter aufstellen und so auf lange Sicht flexibler im Jobmarkt unterwegs sein werden.»

Heute ist Amos HR Businesspartner. Als solcher leitet und steuert er HR Prozesse in der von ihm betreuten Linie und ist in einer Governance Rolle Ansprechpartner für alle HR-relevanten Fragen. «Es geht darum, zuzuhören, Bedürfnisse zu verstehen und diese zu hinterfragen. Ich bin Facilitator und Sparringspartner. Jedenfalls möchte ich das sein. Wir finden uns gerade in einem Prozess.»

«Was die Baloise bietet, ist keine Selbstverständlichkeit.»

Inzwischen ist Amos seit zwölf Jahren bei uns und das ganz bewusst. «Ich arbeite hier mit vielen tollen Leuten zusammen und habe einen enorm grossen Gestaltungsfreiraum. Man bekommt bei der Baloise einen Vertrauensvorschuss. Das schätze ich enorm. Wenn ich etwas kritisieren sollte, dann sind es unsere Prozesse. Da könnten wir schneller werden. Wir sind kompliziert in der Entscheidungsfindung und brauchen noch zu lang bis wir tragfähige Lösungen finden. Damit muss man umgehen können! Aber für mich wiegen die Baloise Kultur, die Unterstützung, die ich erfahre sowie die Möglichkeiten, die mein Job mir bietet, diesen Umstand auf. Irgendwas kann man immer verbessern.»

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