Rund um die Baloise

Eine Frau, sieben Männer | Von Kundenberatung und Teamspirit

Corinna Fröschke
15. Dezember 2021
Aussendienst, Kultur, Diversität,
Auf unserer Versicherungsagentur in Sarnen im schönen Obwalden ist Gabi Marker die einzige Frau unter sieben Männern. «Ich bin voll integriert. Das Zusammenspiel funktioniert», sagt sie. «Bei klassischen Männerdiskussionen lass ich die Jungs aber auch gern mal allein.» Sie lacht. «Ich nenn das Fingerspitzengefühl.» Die junge Mutter arbeitet in Teilzeit. Gemeinsam mit den Herren im Team berät und betreut sie unsere Kunden/innen.

Die Interviewrunde

Verkaufsleiter Riccardo Gagliardi (39), Kundenberater Antonio Bleve (42), Pascal Burch (26), Herbert Limacher (52), Silas Imfeld (23), Schadeninspektoren Ricardo Pereira (42) und André Zihlmann (37), Kundenberaterin Gabi Marker (42) hat ihre Eindrücke schriftlich einfliessen lassen

Teamspirit in Sarnen

Diversität | Wichtig für den Teamspirit?

Im Interview sitzen sieben Männer: ein Verkaufsleiter, vier Kundenberater, zwei Schadeninspektoren. «Fällt euch auf, dass hier nur Jungs anwesend sind?», frage ich als einzige Frau. Irritierte Blicke. «Eigentlich nicht», sagen sie. «Ich mache keinen Unterschied, ob uns ein Mann oder eine Frau in der Kundenberatung vertritt», meint Silas. «Aber bringen Frauen nicht andere Perspektiven in Teams?», möchte ich wissen. «Fehlt euch nicht ein gewisser Spirit?» «Na, wir haben ja Gabi», heisst es fröhlich, und es ist null despektierlich gemeint. Ich spüre, dass alle Anwesenden die einzige Kundenberaterin auf der Agentur sehr schätzen. Zum Zeitpunkt des Interviews ist ihr Baby zwei Wochen alt und Gabi daheim.

Frauen ticken anders | Männer auch

«Gabi geht die Dinge anders an, als wir», sagt Riccardo. «Zum Thema Vorsorge hat sie z.B. eine Werbekampagne mit einem schwangeren Bauch lanciert.» «Das hat Aufmerksamkeit nach sich gezogen», ergänzt Pascal. «Sicher wäre keiner von uns auf die Idee gekommen, die Anzeige so zu schalten.» Und genau da liegt ein Vorteil von gemischten Teams: Frauen ticken anders. Männer auch. «Aber am Ende wurden wir beide herzlich in der Agentur aufgenommen», beschreibt Antonio. Seit Mai arbeitet er in der Kundenberatung in Sarnen und musste sich als Mann ebenso ins Team finden, wie Gabi. «Die Jungs machen es einem leicht. Wir sind alle offen, unterstützen uns.» «Es ist ein Miteinander», bestätigt Herbert (52) als Dienstältester. «Wir gönnen uns unseren Erfolg, sind kollegial und motivieren einander.»

Wir arbeiten zusammen.

Dass Männer und Frauen an Dinge anders herangehen, ist eine riesen Chance. Wir brauchen mehr Vielfalt in der Kundenberatung.

Riccardo Gagliardi, Verkaufsleiter
Kundenberaterin und Mutter

"Ich fühle mich wohl und akzeptiert."

«Als einzige Frau in der Männerdomäne unterwegs zu sein, ist natürlich auch ein USP den Frau gezielt einsetzen und nutzen kann. Man muss nur wissen, wie. Ich gestalte meine Kundenbeziehungen anders und aktiver, als das die Kunden bisher gewohnt waren. Sie schätzen es irrsinnig, regelmässig auf kreative Art und Weise von mir zu hören. Ob es daran liegt, dass ich eine Frau bin, weiss ich nicht. Vielleicht liegt es eher daran, dass ich als Quereinsteigerin in anderen Branchen diverse Erfahrungen gesammelt habe und diese jetzt in mein tägliches Tun integriere. Im Team fühle ich mich voll und ganz akzeptiert, meine Meinung wird gehört, und kreative Ideen bzw. Vorschläge werden immer wieder umgesetzt.»

Kundenberatung in Sarnen | Hilfsbereitschaft und Zusammenspiel

Vor zwei Jahren ist das Team der Agentur Sarnen in neue Räumlichkeiten gezogen, direkt ins Zentrum des Dorfes. «Das war wichtig», erinnert sich Riccardo. «Die Kundschaft möchte uns vor Ort wissen, sie sucht den direkten Kontakt.» Herbert: «So zentral sind wir natürlich leichter zu erreichen und immer für alle da.»

«Jede/r von uns betreut einen Kundenstamm», ergänzt Pascal. «Für uns Junge war es mitunter nicht ganz einfach, das Portefeuille von älteren Kollegen zu übernehmen und das Vertrauen der Kunden/innen zu gewinnen, aber wir wachsen da rein und bekommen, wenn nötig, Support.» «Ich kann alle Fragen stellen, ohne mir dabei dumm vorzukommen», bestätigt Silas. «Im Zweifelsfall sind die anderen mein Kompass.» Ähnlich empfinden es Gabi und Antonio, die neu im Team sind: «Wir können uns mit allen zu Themen und Herausforderungen austauschen. Wir spüren nicht diesen Druck, sofort alles wissen zu müssen. Es ist ein gesundes Fordern und Fördern.»

Das Agenturteam in Sarnen.

Ich fühle mich pudelwohl im Team: unser Miteinander ist von Respekt und Zusammenarbeit geprägt. Das spüren Kunden/innen.»

Herbert Limacher, Kundenberater

Der Schadensfall ist der «moment of truth»

«Wir bauen zusammen etwas auf», so erlebt es auch Ricardo als Schadeninspektor. «Vieles verändert sich: neue Leute wie Riccardo wachsen mit frischen Ideen in die Verkaufsleitung und führen auf Augenhöhe, Frauen ergänzen Teams mit anderen Perspektiven, wir Schadeninspektoren werden als Dienstleister geschätzt. Das ist wichtig, denn im Schadenfall spüren Kunden/innen, was sie von ihrer Versicherung haben. Wenn wir hier als Mannschaft zusammenspielen, schaffen wir Zufriedenheit und damit die beste Werbung bzw. Bindung.»

«Was jede/r für Kunden/innen möglich macht, verdient Respekt», betont Riccardo. «Ich erlebe uns alle maximal erreichbar und unendlich erfinderisch rund um die besten Versicherungslösungen. Das erfüllt mich mit Stolz.»

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