«Die Baloise Kultur ist fast ein Kulturschock – im positiven Sinn!»

Corinna Fröschke
7. Januar 2021
Digitalisierung, Entwicklung, Haltung / Einstellung, Kultur, Mitgestalten, Veränderung / Change
Was prägt unsere Persönlichkeit? Unsere Eltern? Unsere Freunde? Das Umfeld, in dem wir gross werden? Sicher! - Aber wieviel Einfluss nimmt das Miteinander im Job? Ist es denkbar, dass die Kultur eines Arbeitgebers uns verändert? Sandro Graf (40), Product Owner in unserer Group IT, spürt für sich ganz klar: «Die Baloise Werte haben mich weiterentwickelt.»

Vom Versicherungskunde zum Mitarbeiter?

Sandros Eltern waren, so lange er sich zurückerinnern kann, schon immer bei der Baloise versichert. «Von meiner Kindheit an sass unser Versicherungsberater bei uns daheim, hat uns betreut und begleitet, und so überschwänglich wie authentisch von der Baloise als Arbeitgeberin geschwärmt.» Sandro lacht und bewegt seine Hände ausufernd. Grosse Gesten als Ausdruck jener grossen Loyalität, die dieser Mitarbeiter sehr glaubhaft bei Familie Graf hinterliess. «Eigentlich hätte mein Berufsweg entsprechend in der Baloise beginnen müssen», witzelt Sandro, «aber mich interessierten zunächst andere Sachen: Sport zum Beispiel und Informatik. Deshalb entschied ich mich für eine IT-Ausbildung.»

Ich bin schon immer jemand gewesen, der sich gern weiterentwickelt.

Prägt Sport den Charakter?

1998 begann Sandro eine der ersten Informatik-Lehren, die es überhaupt gab, bei einem IT-Dienstleister in Basel. «Mein Spass an der IT entwickelte sich eigentlich durchs Gamen. Meine Freunde und ich haben uns nicht nur mit den Spielen beschäftigt, sondern auch mit den PC’s, mit Programmierungen (C++) und Web Design.» Sandro machte sein Hobby zum Beruf, wurde nach der Lehre übernommen und studierte parallel zum Job Wirtschaftsinformatik.

«Ich bin schon immer jemand gewesen, der sich gern weiterentwickelt. Ich habe früher auch Handball gespielt – in der Nati B. Dieser Antrieb, ständig zu wachsen, gehört im Spitzensport einfach dazu und ist deshalb auch einer meiner wesentlichen Charakterzüge.»

ein junger Mann mit Brille und dunklem Hoodie sitzt im Home Office

Müssen IT’ler kommunizieren können?

Das Teamplay trägt Sandro noch immer im Herzen: eine Einstellung, die er als Product Owner gut gebrauchen kann. Auf der Baloise Virtualisierung-Plattform deployen sie u.a. neue Business Software und deren Updates für Baloise Mitarbeitende. Gemeinsam mit dem Kunden wird getestet und entwickelt, bis alles stabil und automatisiert auf der Plattform installiert werden kann.

«Als Product Owner», erklärt Sandro, «bin ich in diesem Prozess die Schnittstelle zwischen der IT und dem Kunden. Ich muss Anforderungen und Wünsche des Kunden verstehen und sie übersetzen Sandro sitzt in vielen Meetings, hält Rücksprache mit den Kunden, koordiniert, priorisiert und braucht dieses Fingerspitzengefühl gegenüber verschiedenen Stakeholdern.

Software Deployment | Softwareverteilung = Prozesse zur Installation von Software auf Rechnern

Darf ich meinen Arbeitgeberstolz nach aussen tragen?

Und wahrlich … Kommunikation beherrscht dieser Mann: Seine Sprache ist klar und direkt, die Begeisterung für seine Arbeit spürbar. Er nimmt sein Gegenüber mit und zündet zugewandt jenen Funken, den er selbst ganz offensichtlich für die Baloise und für seinen Job empfindet.

«Ich bin jetzt seit knapp zwei Jahren da und habe selten so viel Offenheit und Hilfsbereitschaft erlebt. Ich darf hier aus Fehlern lernen und werde nicht gleich geköpft.» Sandro erzählt von agilen Arbeitsweisen, die in seinem Team zu schnellen Prozessen führen. «Ausserhalb der Teamgrenzen jedoch», räumt er ein, «wünschte ich mir häufiger mutigere Entscheidungen. Baloise Kultur heisst auch, alle an Bord zu holen. Das dauert.»

Ich darf hier aus Fehlern lernen und werde nicht gleich geköpft.

Soft Skills oder Fachwissen?

Aber auch das erzählt der 40-jährige sehr reflektiert. «Die Baloise ist nicht Spotify oder Google. Wir sind Versicherung und Bank und haben traditionell über Jahrzehnte ein Sicherheitskonzept auch in unserer Arbeitswelt gelebt. Das aufzubrechen, ist ein Prozess, aber wir bleiben dran. Es geht jeden Tag ein Stück voran, und es liegt auch an mir, mit meiner Einstellung Vorbild für eine neue Arbeitswelt zu sein.» Sandro ist überzeugt, dass Offenheit, Neugier, Selbstreflexion und Veränderungswille heutzutage wichtiger sind, als Fachwissen. «Die Informatik kann ich lernen», sagt er, «mir aber eine gewisse proaktive, eigenverantwortliche Haltung zuzulegen, ist sehr viel schwieriger.»

Weiterentwicklung ein Leben lang?

Sandros Freundin ist Psychologin, mit ihr reflektiert er häufig nach getaner Arbeit. «Kürzlich meinte sie, dass ich offener geworden bin und mutiger diskutiere – seit ich bei der Baloise arbeite.» Er lacht. «Ich glaube ja, dass das auch ihr Verdienst ist.» Danach bringt er seine Gedanken zu Ende. «Aber genau dieses kleine Wörtchen «auch» ist wichtig. Wie wir am Arbeitsplatz miteinander umgehen, wirkt auf uns alle.

Bei der Baloise stehen die Menschen im Vordergrund. Jeder von uns ist Vorbild für das Miteinander, in dem wir voneinander lernen wollen. Aber dafür braucht es einen inneren Antrieb. Wer den hat, ist bei uns richtig.»

Willst du dich bei uns weiterentwickeln? Bewirb dich!

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