Warum wir Startup’ler brauchen und warum sie sich für uns entscheiden?

Corinna Fröschke
16. März 2022
Diversität, flexible Arbeitszeitmodelle, Startups, #worklifebaloise, Mitarbeiterportraits
Alice Repetti ist 29 Jahre alt. Italienerin aus der Region Emilia, Mutter einer kleinen Tochter und seit Oktober 2020 Senior Manager Ecosystem Developer im Bereich Group Strategy and Digital Transformation. Davor hat Alice gemeinsam mit anderen ein Startup aus dem Boden gestampft und entwickelt. Diese Erfahrung gemacht zu haben, ist heute wertvoll in der Zusammenarbeit mit uns.

Kurzer Hintergrund-Check

Das GSDT ist in der Baloise ein Bereich, der massgeblich die Business Transformation treibt und begleitet. Es geht um die Strategie und Digitalisierung sowie um die Erweiterung unserer Geschäftsfelder, die traditionell Bank und Versicherung heissen. Die Baloise stellt sich breiter auf und investiert in seine sogenannten Ökosysteme Haus&Heim und Mobilität, weil wir glauben, dass wir künftig auf noch mehr Füssen besser stehen.

Alice steckt im Mobility Team, wo wir Startups im Bereich Mobilität suchen, finden und weiterentwickeln. Die Baloise investiert in sie und hilft ihnen zu wachsen, mit der festen Überzeugung, auf lange Sicht selbst mehr Services aus einer Hand für Kunden/innen anbieten zu können.

Der Kontakt in die Baloise Mobility Unit war immer unkompliziert. Sehr hands-on mit klaren Thesen und faktenbasierten Vorhaben. Das hat mir gefallen.

Vom Startup in den Konzern | Warum?

«Weil ich an die Idee eines Ökosystems im Bereich Mobilität glaube», sagt Alice. «Viele Unternehmen stehen der Herausforderung gegenüber, ihre Geschäftsfelder zu erweitern oder zu diversifizieren. Aber die Baloise bekennt sich zu dieser Idee samt Investment-Strategie. Es gibt langfristig ein Budget, das auch in fordernden Pandemie-Zeiten nie eingefroren wurde. Ich sehe Ambition und Commitment. Das hat mich überzeugt.»

Kennengelernt hat Alice die Baloise, als sie uns als Beraterin – noch auf Seiten der Boutique-Consulting-Firma «Spark Works» - darin unterstützte, Innovationen zum Fliegen zu bringen. «Der Kontakt in die Mobility Unit war immer unkompliziert», sagt sie. «Sehr hands-on mit klaren Thesen und faktenbasierten Vorhaben. Das hat mir gefallen.»

Vom Startup ins Corporate

Warum wir Startup-Erfahrung im Konzern brauchen?

Zum Startup «Spark Works» stösst Alice 2016. Zu der Zeit war es noch nicht mal existent. «Wir haben alles aus dem Nichts aufgebaut, und ich habe nie so viel gelernt, wie in dieser Zeit.» Für ihr Abenteuer «Startup» gibt Alice einen sicheren Job bei den Vereinten Nationen in Genf auf. «Eigentlich wollte ich immer zur UN, global arbeiten und Wirkung erzielen, aber im Headquarter habe ich mich zu weit weg gefühlt von allem. Der Sinn meiner Arbeit war nicht spürbar.»

Bewusst entscheidet sie sich für das Ungewisse, für das Startup - aber: Wie lange würde das Geld reichen und die junge Business-Idee überleben? «Wir hatten viel Freiheit zu gestalten, trugen jedoch stets das ganze Risiko. Anfangs war es chaotisch - gerade, wenn du merkst, dass nichts passiert, solange du es nicht selbst tust. Wir sind mit wenig Geld sehr kreativ geworden.»

Eigenverantwortung | Was du selbst nicht tust, passiert nicht.

Nicht nur, dass Alice einen sicheren Job aufgibt – nein, sie lehnt damals obendrein ein Angebot von einem der Big Four im Consulting ab. «Ich fands einfach toll, täglich das Ergebnis meiner Arbeit zu sehen und bei «Spark Works» in Zürich war das möglich." Alice wird zur Allrounderin: Buchhaltung, Design Sprints, Recruiting, Moderation – die wenigen Mitarbeitenden in einem Startup übernehmen alles, entwickeln diverse Kompetenzen, lernen in einem irren Tempo – weil das Business es von ihnen verlangt. Do or die!

«Es ist die beste Schule, die ich hätte haben können, und irgendwann entstand daraus der Kontakt zur Baloise. «Was mir besonders auffiel», sagt Alice, «diese Leute aus einem gestandenen Konzern hatten Vertrauen in mich als junge Frau. Die Zusammenarbeit war immer auf Augenhöhe

Keiner fragt, wie ich mich wann, wo organisiere. Ich spüre Vertrauen, dass ich meine Ergebnisse liefere. Diese Freiheit ist mit keinem Geld aufzuwiegen.

«Flexibilität ist mein grösstes Asset bei der Baloise.»

Seit Oktober 2020 also arbeitet Alice nun strategisch mit an der Neuausrichtung der Baloise, im Januar 2021 wurde ihre Tochter geboren. «Das war auch etwas, was mich sehr überrascht hat», sagt die 29-jährige. «Die Baloise wusste, dass ich schwanger war und hat mich dennoch eingestellt, in dem Wissen, dass ich in den Mutterschutz gehen würde.» Heute arbeitet Alice 90% Teilzeit: die Kinderbetreuung übernimmt 3 Tage die Kita und 2 Tage ein Babysitter.

«Die Flexibilität in meinem Job ist mein grösstes Asset. Keiner fragt, wie ich mich wann wo organisiere. Ich spüre Vertrauen, dass ich meine Ergebnisse liefere. Diese Freiheit ist mit keinem Geld aufzuwiegen. Für mich persönlich gelingt es der Baloise, ein Umfeld zu schaffen, in dem ich ich sein kann – mit Eigenverantwortung und all meiner Persönlichkeit. Ich kann hier bestmöglich - weil selbstbestimmt - arbeiten.»

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